M³: Chelnov – Atomic Runner
23 Feb 2006
Du glaubst, du seist hart? Du liebst Frustration? Du bist ein so ruheloser Geist, dass du dich nur von Koffeinhaltigem ernährst und für romantische Stunden Merzbow oder Venetian Snares auflegst? Dann ist Chelnov – Atomic Runner genau das richtige Spiel für dich.
Die Story des Spiels wird in der Startsequenz in perfektem Engrish so beschrieben:
“One windy, a disaster occuered, an explosion of nuclear power station. Radioactivity poured over many people. A coal miner Chelnov was along them. He survived the deadly accident, however, he was possessed with an abnormal power. He made up his mind to act in the cause of justice, turning down devilish destarian’s enchanting solicitation. Go ahead and fight! Chelnov, the invincible warrior, Chelnov.”
Das übliche also… Welt retten, wie immer.
Laufrichtung: nach rechts.
Das Spiel versucht, das Konzept eines horizontal scrollenden Shooters mit dem eines Jump-and-Run zu verbinden. Grundsätzlich rennt Chelnov immer nach rechts, er kann zwar stehen bleiben oder sich umdrehen, aber nicht nach links laufen. Durch das permanente Scrolling gönnt einem das Spiel nie eine Verschnaufpause, Chelnov ist eine einzige dauernde Abfolge von Laufen, Schießen, Springen, Umdrehen und Weiterschießen. Die Steuerung ist anfangs etwas ungewohnt, lässt sich aber durchaus beherrschen. Zusätzlich dazu gibt es viele Gegner, die von allen Seiten kommen und sich gar nicht so dumm verhalten. Sie lassen sich durch gezielte Schüsse oder – in klassischer SuperMario-Manier – dadurch beseitigen, dass man ihnen auf den Kopf springt.
ein Level geschafft – noch viel zu tun.
In dieser Welt würde sich Abstract Man wohlfühlen.
Um den Frustraktionsfaktor noch höher zu gestalten, gibt es in den Levels Startpunkte, zu denen man zurückgeworfen wird, wenn man dummerweise irgendeins der vielen schädlichen Objekte berührt hat. Dies erhöht den Schwierigkeitsgrad besonders bei den Endgegnern enorm, da man sie besiegen muss, ohne selbst einen Treffer einzustecken.
Aaaah! Ein Drache!
Trotz des extrem hohen Schwierigkeitsgrades macht Chelnov – Atomic Runner Spaß. Wenn man einmal durch die Steuerung durchgestiegen ist und die ungefähren Bewegungsmuster der Gegner raus hat, kann man beeindruckend durch die Levels sprinten und Feinde aus gesprungenen Salti heraus vom Himmel holen. Dann tritt auch der “beim nächsten Versuch schaff ich das” – Effekt auf, der einen auch noch den 30. Anlauf auf einen Endgegner versuchen lässt. Vorsicht allerdings vor Krämpfen in der Hand, nach 2 Stunden Spielen und Besiegen des 3. Endgegners musste ich das Spiel leider abbrechen, da ich um mein Handgelenk fürchtete.