Interview mit Lorne Lanning
02 May 2005Über Penny-Arcade bin ich drauf aufmerksam geworden: Der Hollywood Reporter führte ein Interview mit Lorne Lanning, Schöpfer der Oddworld Spiele. Das Interview ist kurz, prägnant und vermittelt sehr gut was für eine unglaublich frustriende Scheisse es manchmal sein muss, Videospiele zu produzieren. Ein Satz daraus ist mir besonders aufgestoßen:
… the public wants basically a $1,000 box but only wants to pay $150 for it Natürlich. Es gab eine Zeit da waren Konsolen noch teurer, die Entwicklung zu dem was heute passiert ist aber nicht dem Konsumenten anzulasten, auch hier schneiden die Publisher sich ins eigene Fleisch: Es ist absolut unmöglich, alle 2 Jahre eine neue Konsolengeneration herauszubringen und den Leuten dafür 1000$ aus der Tasche zu ziehen, wenn diese genau wissen, dass bald wieder ein neues Gerät (oder gleich ein ganzer Satz) fällig ist.
Warum können wir nich einfach statt 200€, sagen wir 350€ für eine Konsole bezahlen und uns dann darauf verlassen, dass auch noch in 5 Jahren gute Spiele dafür herauskommen? Im Verlauf dieser 5 jahre werden die Entwicklungskosten für Spiele sinken und die Entwicklung wieder profitabler, vielleicht ist dann hin und wieder sogar ein wenig Raum für die von vielen so schmerzlich (und zu recht) vermisste Innovation und Experimentierfreudigkeit drin, eben weil nicht mehr ganz so viel Geld auf dem Spiel steht.
Stattdessen können Entwickler, die gerade anfangen, die aktuelle Generation auszureizen (siehe God of War), mit diesem Wissen wenig anfangen, weil die nächste schon an die Tür klopft.
Muss es eigentlich überall immer erst zum großen Knall kommen bevor die Leute vernünftig werden?