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Fleischberge

Heute morgen um 6 Uhr aufzustehen war die Hölle. Ich meine, es ist jeden dienstag eine Hölle um 6 aufzustehen, aber heute war’s besonders schlimm. Das ganze Wochenende hab’ ich quasi nix geschafft. Zwar nehme ich mir jeden Tag vor, heute was für die Uni zu tun, spätestens aber morgen, meistens sind diese Vorsätze leider vollkommen wertlos. Psychonauts hat mich Freitag und Samstag beschäftigt, wie mich Spiele heutzutage nur noch sehr selten beschäftigen. Das heisst, dass ich Freitag Nacht plötzlich auf die Uhr gucke, um festzustellen, dass ich von 22:30 bis 3:00 mit kindischer Freude gezockt habe. Samstag abend ging für das Verfolgen und Kommentieren von SvC:Chaos Matches zwischen Schettler, Burak und Taggueg drauf, was mir nur noch den Sonntag für produktive Arbeit übrig lies. Vorerst. Sonntag vormittag tut Jesse etwas, was er sonst nie tut: er ruft mich an und lädt mich zum Essen ein. Sein Vater Dave hat Spearribs, Chicken Wings, Salat und Bohnen gemacht. Das lass ich mir wie jeder, der Daves Spearribs kennt, nicht zweimal sagen. Bis 18h hab’ ich das nötigste für die Uni erledigt und mach mich also auf den Weg.

Die Party war sehr gut, ich hab’ einige interessante Leute (wieder)getroffen, die ich teilweise das letzte Mal vor 5 Jahren gesehen habe. Nach 7 Stunden ging’s wieder zurück und endlich ins Bett. Zwar gehört der Montag für mich dieses Semester mit zum Wochenende, allerdings wusste ich mir wieder vortrefflich zu helfen, auch sein Produktivitätspotential zu minimieren. Um 11 brachte ich meine Eltern zum Flughafen: Urlaub in Kreta bis Freitag nächster Woche. Das bringt Vorteile mit sich,a ber auch Nachteile, einer davon der, dass ich mich um mein Essen selber kümmern muss.

Die tolle Idee war, nochmal zu Jesse zu fahren und die Überreste der gewaltigen Fleischberge vom Vortag zu vertilgen. Pustekuchen: Erstens war’s schon 16h als J. endlich soweit war. Zweitens gab’s kaum noch Reste und drittens hat mich das ganze gut zweieinhalb Stunden gekostet. Dazu kam der Plan, abends noch auf einen Geburtstag zu gehen. So war der Montag so gut wie gelaufen und ich hatte noch 2 Stunden um was für die Uni zu tun.

1 Stunde hab’ ich geschafft, danach musste ich mich dringend hinlegen, da ich das ganze Wochenende kaum schlafen konnte. Der Plan war, um 21h auf der Party zu erscheinen. Die Realität sah so aus, dass ich um 21h aufgewacht bin. Nichts überstürzend begann ich erstmal, alles für die Uni heute vorzubereiten und mich zu rasieren, um anschließend Jesse anzurufen.

Der natürlich auch eingeschlafen war.

Hochmotiviert trudelten wir dann um 22:15h auf dem Geburtstag ein, der sich als mäßig unterhaltsames Sit-In herausstellte, dass mir nach der Abfahrt um 0:30h effektiv viereinhalb Stunden Schlaf ließ bevor mein Wecker mich gnadenlos an Theoretische Informatik für Studierende der Angewandten Informatik erinnerte.

Der Versuch, in der S-Bahn zu schlafen brachte mir statt Erholung nur Kopfschmerzen, so daß ich nach meinen Pflichtveranstaltungen auch den heutigen Tag für gescheitert erklären konnte. Produktionswirtschaft hab’ ich mir verkniffen und mich mit unangenehmem Pochen im Hinterkopf Richtung Duisburg davongemacht. Auf der Fahrt hörte ich mir das erste Mal seit langer Zeit wieder das Animial Rights Album von Moby an.

Was ist bloß mit Richard Melville Hall zwischen Animal Rights und Hotel passiert?

Normalerweise besteht meine S-Bahn Playlist zur Zeit aus DJ Krush’s 寂 -jaku- (Es hat mich ein Stunde gekostet den UTF-Code für dieses Schriftzeichen herauszufinden) und dem Doukutsu Monogatari Soundtrack, ich werde mir morgen mal genau angucken, was ich da noch alles drauf hab.

Normalerweise ist Mittwoch für mich auch ein freier Tag, leider muss ich morgen trotzdem hin. Gestärkt von Kaffe und Prinzenrolle werd’ ich jetzt noch ein bißchen was vorbereiten, um dann endlich meinen verdienten Schlaf nachzuholen.